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Abfallgebühren bleiben bis 2019 stabil

Seit sieben Jahren halten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) trotz allgemein steigender Preise für Güter und Dienstleistungen die Abfallgebühren stabil. „Auch in den kommenden zwei Jahren haben die Münsteranerinnen und Münsteraner für die Abfuhr, Behandlung und Verwertung ihrer Abfälle sowie für zahlreiche in den Gebühren enthaltene Zusatzleistungen wie zum Beispiel die monatliche Sperrgut- und Grüngutabfuhr kein Gebührenplus zu erwarten“, sagt Stadtrat Matthias Peck und verweist auf den jetzt vorgelegten Wirtschaftsplan der AWM für 2017. „Ermöglichen können wir diese Konstanz durch Einsparungen, die wir größtenteils im Zuge der fortschreitenden Optimierung des Anlagenverbundes am Entsorgungszentrum erzielen. Hinzu kommen steigende Einnahmen aus Behältergebühren als Folge der kontinuierlich wachsenden Stadt“, ergänzt AWM-Betriebsleiter Patrick Hasenkamp.

Zum Zeitpunkt der Übernahme der Restabfallbehandlungsanlage im Jahr 2015 konnte sogar noch davon ausgegangen werden, dass bis einschließlich 2019 keine Erhöhung der Abfallgebühren zu erwarten ist. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass die negativen Zinsentwicklungen einen Strich durch diese Rechnung machen könnten. „Wir sind verpflichtet, für die Rekultivierung und Nachsorge der Deponie gutachterlich festgesetzte Rückstellungsbeträge zu bilden. Sinkende Zinsen führen dazu, dass die Beträge, die wir zuführen müssen, steigen“, erklärt Hasenkamp, der für 2019 eine Anhebung der Gebühren im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Einfluss auf die Gebührenentwicklung hat darüber hinaus das Bevölkerungswachstum. Im Jahr 2000 lebten in Münster rund 265 000 Menschen, aktuell sind es ca. 305 000. Münster gehört damit zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Parallel steigt für die AWM in deutlichem Maße der Anspruch an Quantität sowie Qualität der Aufgaben und mit 17 neuen Planstellen, die ab 2017 eingerichtet werden müssen, ebenso deutlich der Bedarf an Personal. Die AWM weisen darauf hin, dass gleichzeitig 10,5 Planstellen abgemeldet werden, die 2011 für die Abfuhr der gelben Säcke eingerichtet wurden. Der Auftrag ist für die kommenden drei Jahre an Remondis gegangen. Weil die AWM im Auftrag von Remondis einige Teilleistungen in der Abfuhr der gelben Säcke übernehmen, bleibt eine Stelle in diesem Bereich für drei Jahre befristet erhalten. Ziel ist, die jetzt in der Abfuhr der gelben Säcke eingesetzten AWM-Mitarbeitenden über den Stellenmehrbedarf weiter zu beschäftigen. „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir möglichst verhindern“, fasst Hasenkamp zusammen.

Am stärksten wirken sich die Herausforderungen der wachsenden Stadt für die AWM in der Abfuhr aus. Reviere müssen vergrößert werden, neue kommen hinzu. Zusätzliche Mitarbeitende sowie ein weiteres Fahrzeug werden für die Behälterabfuhr benötigt. „Erfreulicherweise werden unsere Entsorgungsdienstleistungen auch immer stärker von Gewerbebetrieben nachgefragt, so dass wir auch in diesem Arbeitsbereich weitere Kräfte für ein zusätzliches Umleerfahrzeug einstellen können“, unterstreicht Hasenkamp die Bedeutung der AWM als kommunaler Arbeitgeber. Dass die Aufstockung des Personals in der Abfuhr zwingend nötig ist, hängt auch damit zusammen, dass das Leergewicht der Fahrzeuge aufgrund europarechtlich vorgeschriebener Sicherheitseinrichtungen steigt und die zulässige Zulademenge entsprechend sinkt. Dieser Faktor muss durch zusätzliches Personal und Fahrzeuge kompensiert werden, um gesetzlich untersagten und gefährlichen Überladungen entgegenzuwirken und den Arbeitsschutz der Mitarbeitenden gewährleisten zu können. Stellenmehrbedarf ergibt sich entsprechend betriebsmedizinischer Untersuchungen aufgrund von Überlastung des bestehenden Personals außerdem in der bei vielen Münsteranerinnen und Münsteranern sehr beliebten Grüngutabfuhr.

Die Stadt wächst, die AWM wachsen mit, Art und Umfang interner Querschnittsaufgaben in der Verwaltung, der EDV und der Werkstatt ebenfalls. In der Folge werden auch in diesen Arbeitsbereichen weitere Stellen benötigt. Rechtliche Änderungen, etwa die Neufassung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, haben zu einem deutlich höheren Arbeitspensum und Stellenmehrbedarf an den Annahmestellen der Recyclinghöfe und des Entsorgungszentrums geführt.

Quelle:
Presse- und Informationsamt Stadt Münster

 
Von Gast am 9.11.2016 | Aktualisiert am 10.11.2016
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Kategorien: Aktuelles
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