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NINA-App warnt auch in Münster vor Gefahr

nina_banner_300x120 NINA steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“ und ist eine Smartphone-App, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt wurde. Auch in Nordrhein-Westfalen warnt NINA bei Gefahr.

NINA ist so konzipiert, dass sie von allen Ebenen der Gefahrenabwehrbehörden genutzt werden kann: von der Stadt Münster als Unterer Katastrophenschutzbehörde bei lokalen Gefahrenlagen, über das Innenministerium des Landes NRW als oberster Katastrophenschutzbehörde bei überregionalen Gefahrenlagen, bis hin zur Bundesregierung bei bundesweiten Gefahrenlagen, einschließlich der Gefahren, die im Verteidigungsfall drohen.

„Mit den Warn-Systemen MoWaS und NINA gibt uns die Landesregierung sehr moderne und funktionale Instrumente zur Warnung und Information der Bevölkerung bei Gefahrenlagen in die Hand“, so Stadtrat Wolfgang Heuer, der als Leiter des Krisenstabes der Stadt Münster die Verantwortung für die Warnung und Information der Bevölkerung bei Großschadensereignissen oder Katastrophen hat.

Bei lokalen Gefahrenlagen in Münster wird NINA durch die Leitstelle der Feuerwehr ausgelöst. Hierzu steht ein Terminal des „Modularen Warnsystems“ MoWaS zur Verfügung, das die Landesregierung NRW allen Leitstellen in den Kreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung gestellt hat. Über das MoWaS-Terminal haben die Feuerwehr-Leitstellen die Möglichkeit, die lokalen sowie überregionalen Medien direkt mit Warninformationen zu versorgen, die diese dann an die jeweiligen Radiohörer und Fernsehzuschauer weiterleiten. Bei besonderer Dringlichkeit führt eine über das System MoWaS an die Medien weitergeleitete Warnung zur sofortigen Programmunterbrechung beim Radio oder zur Einblendung von Lauftexten beim Fernsehen. Im gleichen Arbeitsschritt – aber auch separat – kann über das MoWaS-Terminal auch eine Warnung mittels NINA ausgelöst werden.

„Bei der weiten Verbreitung von Smartphones in der Bevölkerung ist die Nutzung dieser Technik für Warnzwecke naheliegend“, so der Leiter der Feuerwehr, Benno Fritzen. „Allerdings müssen wir bedenken, dass bei sehr intensiver Nutzung der Mobiltelefone, wie es gerade bei öffentlich wahrnehmbaren Schadensereignissen der Fall ist, die Netze auch überlastet sein können. Bei Stromausfall fällt die gesamte Infrastruktur der Mobiltelefonie binnen kürzester Frist aus. Daher kann eine Warn-App immer nur eine Ergänzung zur Warnung über Sirenen und das Radio sein.“

Wichtig sei auch, dass die NINA-App bereits vorsorglich auf dem Smartphone installiert werde und nicht erst dann, wenn etwas passiert ist. Die Server, von denen die App heruntergeladen wird, brechen sonst zusammen.

Warn-App frühzeitig installieren

Die Stadt Münster empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, die über ein Smartphone verfügen, die Warn-App NINA herunterzuladen und für ihre Bedürfnisse zu konfigurieren. Der Link zur NINA-App: http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

Zur Konfiguration gibt die Stadt Münster folgende Empfehlungen:

  1. Zur Signalisierung einer vorliegenden Warnmeldung sollte das von der NINA-App angebotene Sirenensignal genutzt werden. Es entspricht dem Signal, welches auch von stationären Sirenen abgestrahlt wird. In Münster befindet sich das Sirenensystem gerade im Aufbau. Voraussichtlich ab Ende 2017 wird es in Münster flächendeckend zur Verfügung stehen.
  2. Die Stadt Münster empfiehlt eine „regionale Differenzierung“ vorzunehmen, d. h., nur solche Warnungen zur Auslösung des Wecksignals zuzulassen, die sich auf die Stadt Münster (und ggf. die unmittelbar angrenzenden Landkreise) beziehen. Damit wird vermieden, dass der Nutzer von NINA alle Warnungen, die in Deutschland von den Katastrophenschutzbehörden veranlasst werden, erhält und etwa nachts unnötig geweckt wird.
  3. Personen, die viel reisen und sich häufig in anderen Regionen Deutschlands aufhalten, sollten die NINA-App mit der Ortung des Smartphones verknüpfen. So ist sichergestellt, dass sie jederzeit am jeweiligen Aufenthaltsort durch die örtlich zuständige Katastrophenschutzbehörde gewarnt werden, sofern die Behörde das System NINA einsetzt. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen ist davon auszugehen, dass jede Katastrophenschutzbehörde das System NINA nutzt.

Unabhängig von der Smartphone-App NINA wird die Stadt Münster bei Gefahrenlagen über den Radiosender WDR 2 und ergänzend auch über Antenne Münster Informationen bzw. Warnungen übermitteln. Da der Privatsender Antenne Münster noch nicht an das System MoWaS angeschlossen ist, wurde der Leitstelle Münster die Möglichkeit eingeräumt, bei Bedarf direkt in das laufende Programm von Antenne Münster einzusprechen. Hiervon wird selbstverständlich nur im äußersten Notfall Gebrauch gemacht.

Weitere Informationen zur Warnung und Information der Bevölkerung in Münster finden sich unter: www.stadt-muenster.de/feuerwehr/katastrophenschutz/bevoelkerungswarnung.html

Quelle: Presse- und Informationsamt Stadt Münster

 
Von Gast am 16.09.2016 | Aktualisiert am 19.11.2016
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