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Präventionskonferenz: Kinder in ihrer Entwicklung stärken

OB Markus Lewe, Jutta Möllers, Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Anna Pohl, Thomas Paal, Joscha Kärtner und Brigitte Berghoff (v.l.). Foto: Stadt Münster.

OB Markus Lewe, Jutta Möllers, Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Anna Pohl, Thomas Paal, Joscha Kärtner und Brigitte Berghoff (v.l.). Foto: Stadt Münster.

Wie können schwierige Startbedingungen für Kinder nachhaltig optimiert werden? Wie können Fachkräfte der Frühen Hilfen und Prävention in Münster erreichen, dass Kinder in ihrer Entwicklung zu starken Persönlichkeiten reifen können? Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich die dritte Münsteraner Präventionskonferenz des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien mit rund 140 Verantwortlichen aus den Ressorts Kita, Schule, Jugend, Gesundheit, Soziales und Politik.

Oberbürgermeister Markus Lewe begrüßte die Teilnehmenden zu diesem interdisziplinären Austausch. Er unterstrich, dass Münsters Fachkräfte sich seit Jahren kontinuierlich und hochqualifiziert in unterschiedlichen Arbeitsfeldern für Familien einsetzen, mit dem Ziel, Eltern in ihrer Verantwortung zu stärken, um das Wohl und die Entwicklung ihrer Kinder gut zu fördern.

Prof. Dr. Ute Ziegenhain von der Universität Ulm zeigte in ihrem Vortrag „fördernde und belastende Bedingungen in der frühen Eltern-Kind Beziehung“ auf. Sie machte aber auch deutlich, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder „gut aufwachsen“.

Prof. Dr. Joscha Kärtner von der Universität Münster (WWU) konzentrierte sich in seinem Beitrag auf „die sozialen Einflüsse auf die frühkindliche Entwicklung im Kulturvergleich“. Er zeigte Erziehungshaltungen in unterschiedlichen Kulturen auf und motivierte die Fachkräfte, sich in ihren Arbeitskontexten mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Unterstützungsangebote, die in unserer Kultur vorgehalten werden, kompatibel mit den Bedürfnissen der Familien aus anderen Kulturen sind. Prof. Dr. Wolfgang Böttcher von der WWU referierte zum „Qualitätsrahmen Früher Hilfen“ als Instrument zur Evaluation der Angebote.

In vier Fachforen wurden die Bedingungen und daraus resultierenden Bedarfe für Kinder in unterschiedlichen Lebenskontexten diskutiert. An den Diskussionen beteiligten sich Prof. Dr. Angela Wernberger für das Forum Ein-Eltern-Familien, Dr. Eva-Maria Schiller und Sedat Sari für Familien mit Migrations- und Flüchtlingserfahrung sowie Prof. Dr. Martin Heidrich für das Thema Armut in Familien. Die Fachreferenten führten mit einem Impulsvortrag in das jeweilige Thema ein.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien, Jutta Möllers, Thomas Paal, Dezernent für Jugend, Familie und Bildung und die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, Anna Pohl, waren sich in ihrem Resümee einig, dass Münster im Bereich der Frühen Hilfen sehr gut aufgestellt sei. Ein Beispiel sei das Angebot der Stadtteilkoordinatoren, die als „Lotsen“ in acht Stadtteilen Familien informieren und bei Bedarf entsprechende Angebote vermitteln.

Zukünftig soll sich die Präventionskonferenz auch mit der Lebensphase „Übergang in die Grundschule“ befassen. Schule als Entwicklungs- und Bildungsort von Kindern sei ein zentrales Thema.

Quelle: Presse- und Informationsamt Stadt Münster

 
Von Gast am 16.11.2016
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Kategorien: Aktuelles
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