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Stadt investiert Millionen in Kitas und Schulen

Die Ausbauplanung für Schulen und Kitas haben im Arbeitsprogramm des städtischen Immobilienmanagements für 2018 hohe Priorität. Ein großer Teil der rund 80 Millionen Euro Investitionen sind im Haushalt für neue Schulen und Kindertagesstätten sowie Schulerweiterungen reserviert. Auf der Agenda stehen für 2018 der erste Spatenstich für eine neue Grundschule plus Kita in Wolbeck, der Ausbau der Dreifaltigkeitsschule am Friesenring oder auch das energetische Sanierungspaket, das für das Gymnasium Paulinum geschnürt wird, einem typischen Schulgebäude aus den 1950er Jahren.

Nicht zu vergessen bereits laufende Bau- und Großprojekte, die im kommenden Jahr fortgeführt werden: Münsters Gesamtschule Mitte steht mit dem letzten Bauabschnitt (Zweifachsporthalle und Unterrichtsgebäude für die Oberstufe) vor ihrer Fertigstellung, das gleiche gilt für die Kita Hermannschule im Südviertel. Für das Schulzentrum in Kinderhaus und die Sporthalle am Pascalgymnasium sollen die Architektenwettbewerbe starten, für zwei Kitas im Stadtteil Angelmodde die Planungsphase. Und natürlich laufen die Arbeiten für die zweite städtische Gesamtschule weiter auf Hochtouren. Am Stadthaus 1 verlagert sich die Großbaustelle zum Hochhaus. Hier geht es mit der Sanierung der Büros sowie der Kantine in den zweiten Bauabschnitt. „In diesem gewaltigen Arbeitsprogramm bilden sich die Herausforderungen der wachsenden Stadt ab“, so Matthias Peck, Beigeordneter für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit. „Wir wollen Schritt halten mit der steigenden Einwohnerzahl. Münster soll vor allem mit erheblichen Investitionen in Bildung, Erziehung und Schule gut für die Zukunft aufgestellt sein.“

Eine Berichtsvorlage an den Rat erläutert die Arbeitsthemen für das Haushaltsjahr 2018 auch im Bereich Liegenschaften. Die Immobilienfachleute werden ihre intensive Akquise und die Ankäufe von potentiellen Wohnbauflächen fortsetzen mit dem Ziel, den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Schon jetzt entwickelt die Stadt im Außenbereich Wohnbauland nur dort, wo sie mindestens 50 Prozent der Flächen vom Eigentümer erwerben kann. Damit eröffnen sich erhebliche Einflussmöglichkeiten auf steigende Bodenpreise und Mieten. Amtsleiter Andreas Nienaber: „Die Stadt wird auch 2018 attraktive Baugrundstücke in verschiedenen Baugebieten Münsters zum Verkauf anbieten. Durch die städtischen Vergaberichtlinien haben einkommensabhängig besonders Familien die Chance auf Wohneigentum.“ Weitere Grundstücksausschreibungen sind vorgesehen mit dem Ziel der Errichtung von Kitas und Wohnen in einem Gebäude sowie für gemeinschaftliche Wohnformen. „Im Segment des Geschosswohnungsbaus werden die Grundstücke zum Festpreis ausgeschrieben. Derjenige Investor erhält das Grundstück, der die geringste Startmiete anbietet. So wird sichergestellt, dass das Gebotsverfahren unmittelbar dem späteren Mieter zu Gute kommt und nicht unnötig den Bodenmarkt weiter anheizt“, betont Stadtrat Matthias Peck.

Energiebericht

Mehrere ganzheitliche, energetische Sanierungen und Investitionen in Anlagentechnik haben sich in den letzten Jahren ausgezahlt, wie detaillierte Diagramme in einem der Vorlage beigefügten separaten Energiebericht spiegeln. An vielen der insgesamt 500 städtischen Gebäudestandorten – darunter Schulen, Turnhallen und Verwaltungen – konnte insbesondere der Wärmeverbrauch bereits reduziert werden. Auch in den nächsten Jahren werden unter Berücksichtigung der städtischen Gebäudeleitlinien weitere umfangreiche Sanierungen durchgeführt.

Durch zielgerichtete Beleuchtungssanierungen und andere Maßnahmen konnte der Stromverbrauch in den Schulen trotz verbrauchssteigernder Maßnahmen wie lange Unterrichtszeiten im offenen Ganztag, Mensabetrieb und EDV-Einsatz nahezu konstant gehalten werden. Wie sich hier noch weiteres Einsparpotential aufdecken lässt, wird ein Pilotprojekt erforschen. Bis Ende 2017 installieren Stadt und Stadtwerke in 100 Schulen und Kitas innovative Messtechniken. So genannte „Lastgangzähler“ zeichnen in kurzen Intervallen von 15 Minuten den Verbrauch von Strom, Wärme und Wasser auf. Nicht wie üblich erst am Monats- oder Jahresende, sondern bereits am Folgetag liegen Verbrauchswerte im Detail vor. Auf Ausreißer im Energieverbrauch lässt sich wesentlich flexibler reagieren.

„Systematisch wird die Stadt auch im Gebäudemanagement ihre Klimaschutzaktivitäten weiter entwickeln. Denn damit die anspruchsvollen Klimaschutzziele, die von der Politik bereits beschlossen worden sind, erfüllt werden können, werden in den nächsten Jahren noch vermehrte Anstrengungen erforderlich sein“, kündigt Stadtrat Peck an.

Quelle: Presse- und Informationsamt Stadt Münster

 
Von Gast am 3.10.2017
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Kategorien: Aktuelles
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