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Städtische Kampagne nimmt trinkerfahrene Jugendliche in den Fokus

Voll ist outMit dem Start in die Karnevalssession steht auch „Voll ist out“ in den Startlöchern. Die städtische Kampagne geht in die 13. Runde. Sie ist dem Karneval, einst Anstoß für die nachhaltige Präventionsarbeit, längst entwachsen und nimmt 2016/17 auch die Schulabschlussfeiern ins Visier.

Wenn während der Mottowoche scharenweise bunt verkleidete, von Alkohol arg mitgenommene Abiturientinnen und Abiturienten in der Innenstadt feiern, ist das nicht nur lustig. Manche erleben beim Abiball nur noch den offiziellen Teil mit Eltern und haben an die „richtige“ Party im Anschluss kaum mehr Erinnerungen. Ein Trend, der sich auch bei den Abschlussfeiern an Haupt- und Realschulen beobachten lässt. Mit diesem Schwerpunktthema wendet sich die Drogenhilfe im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien an junge Erwachsene, die bereits alkoholerfahren sind. „Wir setzen das positive Erleben dagegen“, sagt Amtsleiterin Anna Pohl. „Natürlich sollen die Jugendlichen diese intensive Zeit des Abschlusses genießen, bevor sie dann vielleicht von zu Hause weggehen oder eine Ausbildung anfangen. Wir möchten sie aber ermuntern, sich diese Erinnerungen auch zu bewahren.“

„Schöne Ereignisse gehören ins Gedächtnis“ heißt somit der aktuelle Slogan auf Postkarten, Flyern und Postern. Neben Werbemedien und neuem Schwerpunkt setzt das Präventionsteam auf bewährte Bausteine in dem höchst erfolgreichen und bundesweit beachteten Konzept. Im zweiten Jahr hat sich „HaLT“ etabliert, ein Angebot für Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus eingeliefert wurden, und ihre Eltern. So konnten im vergangenen Jahr mit 21 Eltern und deren Kindern Gespräche zum Umgang mit Alkohol geführt werden.

Wie in den Vorjahren gibt es wieder Fortbildungen für Lehrkräfte, die Sensibilisierung für Personal in Einzelhandel und Gastronomie, die Infostände in der Stadt und auch das bewährte Karnevalsprogramm: Die geschulten „Voll ist out“-Teams suchen bei Karnevalsfeiern mit Infomaterial und Gewinnspiel das Gespräch, es gibt die Begleitung beim ZiBoMo in Wolbeck und das gemeinsame Hilfszelt mit dem Roten Kreuz am Rosenmontag.

Vier Säulen tragen die „Voll ist out“-Kampagne: die Präventionsarbeit mit Eltern, Handel und Gewerbe, Schule und Jugendhilfe sowie den Jugendlichen selbst. Die Ansprache der Zielgruppen ist differenziert: Für die Jüngeren ab zwölf Jahren, die „Alkoholeinsteiger“, gibt es ebenso spezielle Bausteine wie für ältere, trinkerfahrenere Jugendlichen und für „Risikotrinker“. Die IKK Classic unterstützt die Kampagne auch in der neuen Session finanziell. Partner sind außerdem die Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit, der Bürgerausschuss Karneval, das DRK und die Krankenhäuser.

Mehr Infos im Netz unter www.vollistout.de

Quelle: Presse- und Informationsamt Stadt Münster

 
Von Gast am 15.11.2016 | Aktualisiert am 19.11.2016
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