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Wer nach Sprakel will muss über Coerde fahren

Marc Weßeling, Bezirksvertreter Münster Nord

Marc Weßeling, Bezirksvertreter Münster Nord

Während der Bauarbeiten an der Kreuzung Kristiansandstraße/Grevener Straße ist eine Zufahrt von der Kristiansandstraße auf die Grevener Straße für einige Wochen nicht mehr möglich. Wie man der Presse entnehmen konnte, soll in der Zeit die Linie 19 nach der Salzmannstraße direkt auf die Grevener Straße abbiegen. Da die Sprakeler Bürger damit für Wochen vom Idenbrockplatz abgeschnitten sein werden, hat sich der Parteilose Bezirksvertreter Marc Weßeling mit den Stadtwerken Münster in Verbindung gesetzt, um eine Lösung zu finden, die einen weniger harten Einschnitt bedeutet.

Besonders viele Senioren fahren zum Idenbrockplatz zu Ärzten und Physiotherapien. Hinzu kommen die Sprakeler, die auf das große Angebot an Einzelhandel am Idenbrockplatz angewiesen sind.

„Die 19, die das Resultat zähen Ringens der Sprakeler Bürger und der Politik während der Erstellung des 3. Nahverkehrsplans mit den Stadtwerken war, sollte die Sprakeler Bürger mit dem Idenbrockplatz verbinden. Diese Verbindung wird nun unnötig für Wochen einfach gekappt“, so Weßeling.

Er schlug den Stadtwerken Münster vor, die 19 wie bisher bis zur Haltestelle Idenbrockplatz fahren zu lassen. Danach sollte sie, statt über das Schulzentrum Kinderhaus, über eine Wende im Kreisverkehr und den Burloh auf die Grevener Straße zurückgeführt werden.

Das lehnen die Stadtwerke mit der Begründung ab, das würde so lange dauern, dass ein zweiter Bus eingesetzt werden müsste, weil dieser Weg wegen des Linksabbiegens am Burloh sehr lange dauern würde und das wäre sehr teuer.

„Die 19 hat allein am Schulzentrum einen regulären Aufenthalt von vier Minuten, bevor sie überhaupt nach Sprakel weiterfährt. Und die 9 wird genau dort am Burloh auf die Grevener Straße geführt. Wenn das mit der 9 geht, warum nicht mit der 19?“, kommentiert Weßeling diese Aussage.

Auf die Frage, wie die Leute nach Sprakel zurückkommen sollen, schlagen die Stadtwerke vor, man solle mit der 17 zur Salzmannstraße fahren und dort umsteigen. (Die Linie 17 fährt übrigens am Wochenende gar nicht.)

Am Wochenende bräuchte ja auch niemand zum Arzt. Höchstens noch zum Einkaufen. Dann könne man ja die 19 in Gegenrichtung nehmen und einfach die Runde über Coerde mitmachen und dann mit nach Sprakel fahren.

„Nach drei Jahren haben wir endlich unser Schwimmbad in Kinderhaus wieder. Wenn besonders Sprakeler Kinder oder Senioren am Wochenende Schwimmen gehen wollen, sollen Sie also entscheiden, ob Ihnen das eine Rundreise über Coerde wert ist“, so Weßeling fassungslos.

Wenn es schon eine Möglichkeit gibt, den Sinn der Linie 19 zu erhalten und sie trotz der Umleitung am Idenbrockplatz halten lassen zu können, darf man sich schon fragen, ob es für die Stadtwerke Münster zu viel Aufwand für anscheinend vernachlässigbar wenige Bürger ist, Umleitungspläne kurzfristig noch einmal umzustellen. 1% der städtischen Bevölkerung scheint kein ausreichend wichtiger Grund für Flexibilität zu sein.

Quelle: Marc Weßeling, Bezirksvertreter Münster Nord

 
Von Gast am 24.07.2017 | Aktualisiert am 31.07.2017
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